Verschmelzende Gedanken

Die Tage vergehen im Flug, Zeit hat keine Bedeutung mehr. Alles passiert im Nu, nichts mehr lässt ewig auf sich warten. Das Einzige, das
geht, ist die Ruhe um uns herum. Die Gedanken verschmelzen, setzen einen innerlichen Blick. Wie alles glänzt, verführerisch funkelt in
unserem eigenen Reich. Es leuchtet, setzt sich in dem Augenblick in den Mittelpunkt, rückt sich das Licht als Spot über das Haupt.
Romantisch umgeben wirft es viele Fragen auf. Kennt niemand diese Reaktion zweier Gedanken, die nun gemeinsam beschaffen sind.
Verrückt in dem Licht.

Was wir alles in uns tragen, scheinbar doch nicht so verschlossen sind. Es unsere Bühne ist, für die es keine Reservierungen gibt. Dennoch
ist der Logenplatz besetzt, greift nach den Sinnen. Bereit und offen dazu, gemeinsam zu spinnen, einen Faden, der die höchsten
Eigenschaften in sich birgt. Flexibel, dehnbar und gegen jede Temperatur gebannt. Die Neugier steigt, was wird entstehen. Ein neues Gefühl,
ein Geschmack oder etwas, was man zuvor noch nicht gekannt. Oder stellt man irgendwann fest, wie gut die Eigenschaften wirklich sind.

Verschmelzende Gedanken zu einem werden, auch in der Zukunft sind. Es ist ein Unterfangen, dem man sich gerne hingeben wird. Es ist die
Bühne, auf der das Schauspiel ausgetragen wird. Eine wunderbare Zusammenkunft, was sich von Anfang an dazu beigetragen hat. Dass wir
und unser Gegenüber so einzigartig sind. Gemeinsam eine Art schaffen, die es nicht zu planen gibt. Vielmehr seinen Weg findend, wenn es
die richtigen Kandidaten dafür sind.

Würfelspiel

Genug gespielt den ganzen Tag,
die Würfel sind bereits gefallen,
nur die Sieben siegt, in diesem Fall,
die Punktezahl, die es nicht gibt,
leider nur in den Träumen lebt.

Die Würfel in schüttelnder Hand,
hin und her gedreht, wild umher,
kein Ergebnis daraus zu lesen ist,
auf den richtigen Moment gespannt,
die Spannung steigt, unbekannt.

Doch will ich das Ergebnis sehen?
Die Würfel entscheiden über den Sieg,
das Würfelpaar prallt unentwegt,
an seine Ecken und flachen Kanten,
die Augen in alle Richtungen gedreht.

Doch sehen sie sich einfach nicht,
verstecken sich hinter sich selbst,
egal, wie sehr man sie schüttelt,
in andere Richtungen feste dreht,
die harte Schale, der Kern besteht.

Ich stecke die Würfel wieder weg,
Glück wird hier nicht entscheiden,
es ist kein gemeinsamer Weg,
die Sieben als Punktezahl fehlt,
eben der Punkt, der einem fehlt.

So bleibt es fortan unausgewogen,
wenn mit den Würfeln in der Hand,
gespielt wird wie mit gläsernen Murmeln,
schussernd gegen eine massive Wand,
sich zum absehbaren Ende zu bewegen,
leidvoll prangern, gegen eine Wand.