Honigsüß

Bilder gefangen,
Luft geschnappt,
Blicke gesammelt,
für die Ewigkeit,
Erinnerung bestückt.

Gedanken gezählt,
wahrlich reisend,
lieblich umhergeirrt,
alles umherkreisend,
der Moment zählt.

Zierliches Lächeln,
die Lippen benetzt,
schelmisches Grinsen,
die Stimmung hebt,
tief blicken lässt.

Befreit von allem,
in diesem Augenblick,
die Süße, die lockt,
am Honigtopf sitzt,
Verlockung garantiert.

Frucht der Versuchung,
lieblich eingesetzt,
die Lippen gespitzt,
verführerisch geblickt,
in Szene gesetzt.

Verbotene Frucht,
so lieblich und rein,
dunkler Seelenblick,
bleibt oft ungesehen,
tief verborgen in dir.

Komme, dich befreien,
aus dem Koma ziehen,
dein Leben beginnt,
die Augen geöffnet,
nach vorne sehen.

Würfelspiel

Genug gespielt den ganzen Tag,
die Würfel sind bereits gefallen,
nur die Sieben siegt, in diesem Fall,
die Punktezahl, die es nicht gibt,
leider nur in den Träumen lebt.

Die Würfel in schüttelnder Hand,
hin und her gedreht, wild umher,
kein Ergebnis daraus zu lesen ist,
auf den richtigen Moment gespannt,
die Spannung steigt, unbekannt.

Doch will ich das Ergebnis sehen?
Die Würfel entscheiden über den Sieg,
das Würfelpaar prallt unentwegt,
an seine Ecken und flachen Kanten,
die Augen in alle Richtungen gedreht.

Doch sehen sie sich einfach nicht,
verstecken sich hinter sich selbst,
egal, wie sehr man sie schüttelt,
in andere Richtungen feste dreht,
die harte Schale, der Kern besteht.

Ich stecke die Würfel wieder weg,
Glück wird hier nicht entscheiden,
es ist kein gemeinsamer Weg,
die Sieben als Punktezahl fehlt,
eben der Punkt, der einem fehlt.

So bleibt es fortan unausgewogen,
wenn mit den Würfeln in der Hand,
gespielt wird wie mit gläsernen Murmeln,
schussernd gegen eine massive Wand,
sich zum absehbaren Ende zu bewegen,
leidvoll prangern, gegen eine Wand.

Ein Monat

Worte, die ich dir schreibe,
sind von Gefühlen getragen.
Momente, die wir erleben,
die uns zeitlos erscheinen,
Leidenschaft, die wir tragen,
niveauvoll für uns fangen.

Wir haben uns viel zu sagen,
als wären viele Jahre vergangen,
doch ist bisher in all den Tagen,
erst ein voller Monat vergangen,
wie ist nur die Zeit an uns vergangen,
schön, dass es uns gibt.

Mein Dasein einen Sinn ergibt,
sich in meinem Gemüt erstreckt,
Wonne in mich fortan kehrt,
bei dem Gedanken an uns,
unsere Zukunft etwas Echtes ist,
es so vieles zu erleben gibt.

Hände, die ineinander schlingen,
sich halten, stützen und fangen,
in der Zeit, als sie begannen,
sich als Blüte der Geborgenheit,
fest und zärtlicher zu halten,
scheinbar für eine Ewigkeit.

Nanino

Husch, husch, ins Körbchen,
große Augen, zitternd sitzend,
aufgeregt im schwarzen Lack,
Gesicht venezianisch verdeckt,
feurige Begierde in dir entdeckt.

Gedanklich unentwegt bei dir,
lodernd heiß die Glut in mir,
spannendes Zusammenspiel,
vieler Gedanken bemächtigt,
andere wiederum sind frei.

Eleganz und Würde tragend,
deine braunen Augen leuchten,
warmes, schummriges Abendlicht,
die Umgebung leicht spiegelnd,
alles um dich herum ist im Blick.

Die Unsicherheit getragen,
hinter der Maske versteckt,
keiner, der dich dadurch sieht,
Neugierde verziert dein Gesicht,
fasziniert und innerlich aufgeregt.

Muse gedanklicher Inspiration,
synergetischer, lieblicher Effekt,
von Kopf bis Fuß eingestellt,
meine Aufmerksamkeit gilt dir,
dir allein in diesem Augenblick.

Möchte dich innerlich verzehren,
mit meinen innigen Blicken ehren,
edelmütig tief in dich dringen,
dein wahres „ICH“ erklimmen,
den Moment mit dir verbringen.

Übermannte Gefühle des Gemüts,
alles lebt in mir, diesen Moment,
der viel Leidenschaft in sich trägt,
bis die Maske zu Boden fällt in Ekstase,
unseren Willen bindet.

Wandervogel

Erscheinung deiner selbst,
bestimmend doch leer,
einsam wandelnd,
doch Zweisamkeit inne,
die Gefühle versteckt,
intensiver als zuvor.

Emotionen inne tragend,
nah und ferner als dir lieb,
das Bewusstsein lebend,
eingehüllt indem Trott,
viel erlebt in der Zeit,
alles kontrolliert.

Im Nest wohlig liegend,
gefüttert Tag für Tag,
die Nahrung labend,
dein Elixier als Inhalt,
alles genau bestimmt,
für den Fortgang an sich.

Den Kelch fortan,
als feste Leine tragend,
am Hals straff entlang,
immer schwer führend,
tragend feines Gewicht,
am Körper tragend.

Der innerliche Schrei in dir,
keiner Gewichte bedarf,
das Augenlicht die Wahrheit,
jeden innerlichen Tag tragend,
nichts verbleibt unverblümt,
schöner Tanz tragend in dir.

Maske wundervoll tragend,
nichts bleibt, wie es scheint,
Glanz nach außen tragend,
nichts ist, wie es scheint,
doch ist alles wundervoll,
schön nach außen hin.

Feigling in dir selbst,
das Fragezeichen suchend,
an dir ewig unentwegt selbst,
die Antwort du inne trägst,
als leibliche Antwort,
letztendlich in dir Selbst.

Pailletten Abend

Gespannte Gesichter,
Lächeln aufgesetzt,
Benefiz im Nacken,
für den guten Zweck.

Zögerlich die Taschen,
die mit Bargeld gefüllt,
Werte werden getragen,
den ganzen Arm entlang.

Die Presse zugegen,
nur eine Nebensache,
erhöht sich der Wert,
Bekanntheitsgrad.

Dient es doch im Sinne,
dem ehrlichen Zweck,
viele sind gekommen,
und allesamt schick.

Glitzernde Kugeln,
freudig in der Hand,
Lächeln im Gesicht,
der Presse bestimmt.

Dialog

Vermisse den Dialog,
prickelnd erfrischend,
anregend inspirierend,
unter die Haut fahrend.

Gemüt in Wallung,
die Synapsen wild aktiv,
Ideen werden gefangen,
alles ist wild garniert.

Schönes Menü als Buffet,
angerichtet, ein Schmaus,
für meinen Geschmack,
allerlei dabei das reizt.

Lange gute Gespräche,
Austausch von Gedanken,
über alles und nichts,
intensiv und gerne erlebt.

Nichts bleibt vergessen,
als innerer schöner Platz,
der geistigen Schönheit,
etabliert für die Ewigkeit.

Feind der Hoffnung

Das Geschwür in mir,
Begleiter meines Seins,
Emotional gebunden,
Trauer und Angst,
gefunden in mir selbst,
lächle nach außen hin.

Täglicher Kampf in mir,
spüre und fühle dich,
das Fremde in mir,
nicht zu mir gehörst,
dich in mir festhältst,
tief verwurzelt bist.

Werde glücklich sein,
bist du nur ein Wink,
hartnäckig und gemein,
mit dem Versuch in mir,
ständig bösartig zu sein,
dagegen halte ich fortan.

Meine Liebe zum Leben,
größer ist als allgemein,
Siege mit Liebe über dich,
sehe dich nicht als Feind,
viel mehr als einen Teil,
der nun von mir geht.

Ich danke dir sehr dafür,
erkenne ich nun den Wert,
der in meinem Leben steckt,
wertvoll und lebenswert,
spüre es in jeder Faser,
Danke, dass du jetzt gehst.

Meine Lebensfreude,
die Liebe, die ich spüre,
jetzt meine Begleiter sind,
sie mich schützend führen,
in das, was mir verborgen,
ich nun leben werde.

Bleiblick

Die Augenlider,
schwer und müde,
zu viel gesehen,
die Sonne blendet,
Licht der Blender,
sticht unentwegt.

Gemüt ist es leid,
ins Grelle zu sehen,
helles glitzerndes Licht,
alle Schatten verdeckt,
auf der Bühne stehend,
niemand sonst zu sehen.

Alle sind bereits weg,
nur der Blender bleibt,
hat nur den Augenblick,
in den er nur sich sieht,
kein Publikum, das bleibt,
der Samtvorhang fällt.

Zeit selbst zu gehen,
die Augen zu öffnen,
der Bühne zu weichen,
zu blicken in das Licht,
das uns jeden Tag weckt,
ins Gesicht scheint.

Volksgarten

Weit gesät in der Stadt,
dicke und dünne Knollen,
manche tief versetzt,
am Wegesrand allein,
als Schattengewächs.

Andere rangeln sich,
an den Mauern entlang,
grün und facettenreich,
hin und wieder welk,
wenn die Sonne fehlt.

Rosen im Rampenlicht,
Dornen unter dem Kleid,
samt feiner Blütenschein,
formvollendet blühend,
die Stacheln versteckt.

Der schnelle Griff danach,
leidvolle Stiche versetzt,
die unter die Haut gehen,
schmerzvolle Erfahrung,
mit dem satten schön.

Das verteilte Gestrüpp,
in der Menge engagiert,
zwischen all den Satten,
unbemerkt in allen Ritzen,
dass Schöne überleben wird.