Wandervogel

Erscheinung deiner selbst,
bestimmend doch leer,
einsam wandelnd,
doch Zweisamkeit inne,
die Gefühle versteckt,
intensiver als zuvor.

Emotionen inne tragend,
nah und ferner als dir lieb,
das Bewusstsein lebend,
eingehüllt indem Trott,
viel erlebt in der Zeit,
alles kontrolliert.

Im Nest wohlig liegend,
gefüttert Tag für Tag,
die Nahrung labend,
dein Elixier als Inhalt,
alles genau bestimmt,
für den Fortgang an sich.

Den Kelch fortan,
als feste Leine tragend,
am Hals straff entlang,
immer schwer führend,
tragend feines Gewicht,
am Körper tragend.

Der innerliche Schrei in dir,
keiner Gewichte bedarf,
das Augenlicht die Wahrheit,
jeden innerlichen Tag tragend,
nichts verbleibt unverblümt,
schöner Tanz tragend in dir.

Maske wundervoll tragend,
nichts bleibt, wie es scheint,
Glanz nach außen tragend,
nichts ist, wie es scheint,
doch ist alles wundervoll,
schön nach außen hin.

Feigling in dir selbst,
das Fragezeichen suchend,
an dir ewig unentwegt selbst,
die Antwort du inne trägst,
als leibliche Antwort,
letztendlich in dir Selbst.

Pailletten Abend

Gespannte Gesichter,
Lächeln aufgesetzt,
Benefiz im Nacken,
für den guten Zweck.

Zögerlich die Taschen,
die mit Bargeld gefüllt,
Werte werden getragen,
den ganzen Arm entlang.

Die Presse zugegen,
nur eine Nebensache,
erhöht sich der Wert,
Bekanntheitsgrad.

Dient es doch im Sinne,
dem ehrlichen Zweck,
viele sind gekommen,
und allesamt schick.

Glitzernde Kugeln,
freudig in der Hand,
Lächeln im Gesicht,
der Presse bestimmt.

Dialog

Vermisse den Dialog,
prickelnd erfrischend,
anregend inspirierend,
unter die Haut fahrend.

Gemüt in Wallung,
die Synapsen wild aktiv,
Ideen werden gefangen,
alles ist wild garniert.

Schönes Menü als Buffet,
angerichtet, ein Schmaus,
für meinen Geschmack,
allerlei dabei das reizt.

Lange gute Gespräche,
Austausch von Gedanken,
über alles und nichts,
intensiv und gerne erlebt.

Nichts bleibt vergessen,
als innerer schöner Platz,
der geistigen Schönheit,
etabliert für die Ewigkeit.

Feind der Hoffnung

Das Geschwür in mir,
Begleiter meines Seins,
Emotional gebunden,
Trauer und Angst,
gefunden in mir selbst,
lächle nach außen hin.

Täglicher Kampf in mir,
spüre und fühle dich,
das Fremde in mir,
nicht zu mir gehörst,
dich in mir festhältst,
tief verwurzelt bist.

Werde glücklich sein,
bist du nur ein Wink,
hartnäckig und gemein,
mit dem Versuch in mir,
ständig bösartig zu sein,
dagegen halte ich fortan.

Meine Liebe zum Leben,
größer ist als allgemein,
Siege mit Liebe über dich,
sehe dich nicht als Feind,
viel mehr als einen Teil,
der nun von mir geht.

Ich danke dir sehr dafür,
erkenne ich nun den Wert,
der in meinem Leben steckt,
wertvoll und lebenswert,
spüre es in jeder Faser,
Danke, dass du jetzt gehst.

Meine Lebensfreude,
die Liebe, die ich spüre,
jetzt meine Begleiter sind,
sie mich schützend führen,
in das, was mir verborgen,
ich nun leben werde.

Bleiblick

Die Augenlider,
schwer und müde,
zu viel gesehen,
die Sonne blendet,
Licht der Blender,
sticht unentwegt.

Gemüt ist es leid,
ins Grelle zu sehen,
helles glitzerndes Licht,
alle Schatten verdeckt,
auf der Bühne stehend,
niemand sonst zu sehen.

Alle sind bereits weg,
nur der Blender bleibt,
hat nur den Augenblick,
in den er nur sich sieht,
kein Publikum, das bleibt,
der Samtvorhang fällt.

Zeit selbst zu gehen,
die Augen zu öffnen,
der Bühne zu weichen,
zu blicken in das Licht,
das uns jeden Tag weckt,
ins Gesicht scheint.

Volksgarten

Weit gesät in der Stadt,
dicke und dünne Knollen,
manche tief versetzt,
am Wegesrand allein,
als Schattengewächs.

Andere rangeln sich,
an den Mauern entlang,
grün und facettenreich,
hin und wieder welk,
wenn die Sonne fehlt.

Rosen im Rampenlicht,
Dornen unter dem Kleid,
samt feiner Blütenschein,
formvollendet blühend,
die Stacheln versteckt.

Der schnelle Griff danach,
leidvolle Stiche versetzt,
die unter die Haut gehen,
schmerzvolle Erfahrung,
mit dem satten schön.

Das verteilte Gestrüpp,
in der Menge engagiert,
zwischen all den Satten,
unbemerkt in allen Ritzen,
dass Schöne überleben wird.

Holzrad

Stützend morsch,
am Bügel fest,
Gewicht tragend,
Last fangend,
Reise ist ungewiss.

Knirschend morsch,
das Ziel unbekannt,
Holz das über Jahre,
Körper tragend,
Reisende bewegt.

Ziel unbekannt,
ein Tritt fortan,
richtend bestimmt,
Fokus intensiv richtend,
tatkräftig ungehemmt.

Eine neue Reise beginnt,
morsch getragen,
von Tritten gefolgt,
richtungsbestimmend,
Ziel noch unbekannt.

Die Tatkraft dominierend,
für die Ziele, die erklommen,
einzigartig und freudig sind,
schön das Du mich trägst,
auch wenn ich nur aus Holz bin.

Modernde Nuancen

Starker Regen,
durch die Nacht,
in der Dunkelheit,
an Blättern herab,
zum Morgengrauen,
alles Nass und satt.

Getränkt im Safte,
aufrichtend zur Sonne,
am Waldesrand sehend,
blitzend durch die Spitzen,
Dunst steigt in die Höhe,
es immer klarer wird.

Sonnenstrahlen gefangen,
in Regentropfen rund,
das Licht wohl gebrochen,
alle Farben zu sehen,
letzte Perlen schwinden,
nur noch satte Farben.

Das Erdreich bedeckt,
alte Blätter liegend,
mit dem Moos vereint,
verwitterter Geruch,
eine eigene Note hat,
nichts ist dergleichen.

Modernde Nuancen,
zahlreich dem Erdreich,
entsprangen und  streifend,
durch die Wälder ziehend,
als schweifende Fahnen,
das Leben inne tragend.

Nachempfunden

Kribbeln auf der Haut,
die Haare stehen aufrecht,
Gedanken schürend,
intensive Leidenschaft,
die geschehen war,
am ganzen Körper spürend.

Feucht und warm,
aneinander schmiegend,
den Atem dem Gegenüber,
spürend, am Halse entlang,
leicht in den Ohren betörend,
Hingabe und pure Lust.

Tief ineinandergeschlungen,
Haut an Haut aufliegend,
der Puls merkbar erhöht,
alles um einen herum,
keine Rolle mehr spielt,
Leidenschaft entfacht ist.

Körper sinnlich abgestimmt,
augenblicklicher Genuss,
harmonische Synergie,
jeder Bewegung sich findend,
Genuss beidseitig gewollt,
ins Detail ausgelebt.

Aus der Zauber

Die Funken verblassen,
wahres Antlitz entdeckt,
weder Eleganz noch Stil,
das Muster sehr einfach,
gestrickt mit jeder Masche,
brav aneinandergereiht,
keine Lücke entdeckt.

Kein doppelter Boden,
niemand der ablenkt,
keine Spiegel, die lügen,
gar in die Irre führen,
der Glanz ist nicht echt,
als Fassade aufgetragen,
nichts ist dabei ist echt.

Augen lügen dabei nicht,
spiegeln sie die Seele wieder,
einfaches Landgewächs,
das zwischen den Rosen ragt,
als Unkraut nicht wirklich,
in tiefen Farben blüht,
den Blick in die Sonne wirft.

Jedoch, wenn man hinsieht,
bist du nur kleines Gestrüpp,
das ein Leben lang im Schatten,
der saftigen Rosen steht,
der Zauber im Moment,
nur das wahre Gesicht,
ist der Weg, der dich blühen lässt.