Butterweich

butterweich

Die blanke Klinge zieht durch das Fleisch,
außen kross und innen zart und weich,
ein Festmahl, wie es im Buche steht,
man ist auf den Geschmack gespannt,
das Auge isst umgangssprachlich mit,
das zumindest wurde bereits erfüllt,
alles am Tisch warten schon gespannt.

Der Bratensaft rinnt aus allen Poren,
innen rosafarben und perfekt gegart,
jeder Genießer beginnt zu blühen,
einer schönen Frühlingsblume gleich,
die einen schönen Sonnentag erlebt,
nur bei diesem köstlichen Anblick,
der die Herzen höher schlagen lässt.

Abgeschnitten in die dunkle Soße gelegt,
die eine Hälfte ist vollständig zugedeckt,
als blicke man auf eine dunkle Toga,
nur die edelsten Stoffe wurden verwebt,
harmonischer Anblick, der den Teller ziert,
dazu beigelegt ist knackiges Gemüse gelegt,
ein Stück Schwarte darf nicht fehlen.

Die Knödel noch heiß und dampfend fein,
runden die gesamte Komposition ab,
letztendlich zählt jedoch der Geschmack,
der erste Blick hat nicht getäuscht,
es schmeckt, wie es die Augen sahen,
ein vollmundiger Geschmack entfacht,
ein Gedicht, das auf der Zunge zergeht.