Die Schlacht der Gefilde

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Ein guter Job, eine schöne Stadt, alles klingt so perfekt und wunderbar. Doch dann kommt das blanke Erwachen, wo soll ich bleiben, wo übernachten. Die Stadt der Begierde ist so wunderschön, doch hat die Schönheit ihren Preis, es ist das Damoklesschwert, das über einen kreist. Die Zeit drängt und die Kompromisse werden größer, es ist die Klinge, die über einen schwebt und mit der Spitze bereits die Stirn anritzt. Der Markt ist scheinbar voll an neuen Gefilden, in denen man wohnen kann, aber scheinbar ist es ein Prädikat, wenn die Liquidität keine Rolle spielt. Die eigentlichen Stadtbewohner haben Glück, wenn sie schon lange in ihrem Gefilde sind.

Doch der Jäger, der nicht schon lange in diesem Revier ist, hat eine harte Treibjagd auf sich genommen. Steht in der Konkurrenz noch größer als im Job. Alles, wie in einem falschen Film, die Rollen sind, scheinbar nicht richtig besetzt. Heute gilt es nicht mehr auszuwählen und gut auszuhandeln, sondern friss oder stirb. Es ist das Unterfangen auf diesem hart umkämpften Markt. Wie Herden werden Interessenten durch die Gemäuer gezogen, wenn überhaupt und mit viel Glück eine Einladung erfolgt. Ein Schreckensbild, das niemand sich wünscht, es aber der Alltag in den schönsten Städten ist.

Wirklich leidend sind die eigentlichen Bewohner in der Stadt, sie werden unaufhaltsam aus ihrer Heimat vertrieben und neue Paläste entstehen. Die Stadt verliert ihr Flair und Charm. Groteskerweise, wodurch sie in der ganzen Welt Ruhm erlangt haben, alles wird dadurch genommen. Die kleinen Läden, die Künstlergasse. Die unterschiedlichen Familien und Menschen, die es zuvor zu sehen gab. Alles weicht den neuen Glaspalästen in den alten Straßen. Den Residenzen der gut betuchten Gesellschaft, die es sich leisten kann, die Stadt nach eigenem Gusto hin zu besuchen, zu gastieren.

Doch leben die Städte dann nicht mehr, sie verliert ihren Reiz und die Individualität. Die nur so eine Stadt mit einem gemischten Volke geben kann, zum Erlebnis wird. Es ist erschreckend ,was so schleichend passiert, die Infiltrierung eines flächendeckenden Gebiets. Es ist traurig mit anzusehen, wie mehrere wunderschöne Städte ihre Gesichter verlieren. Und das für eine gläserne Maske, in der sich ein Loft an dem anderen reiht. Als Prunkaushang derer, die in Wahrheit unglücklich sind. Und krampfhaft, indem sie an Orte ziehen, um eben dieses Lachen, diesen Frohsinn zu ergattern, von denen die dort Leben.

Doch weit gefehlt, die Wahrheit trifft euch schneller als ihr denkt. Wenn es zu spät ist und erkennt, was eigentlich passiert, ist die ganze Zeit. Ihr die Seele einer Stadt nehmt und euch wundert, wenn sie nicht mehr das ist, als die, die ihr euch gewünscht habt. Ihr von einem Glaspalast zum anderen winken könnt und die Menschen auf der Straße nur noch erblickt. Die euch schon das ganze Leben begleiten und erkennt, wir leer ihr doch seit. Die Straßen vor euren Palästen und die krampfhafte Suche nach dem, was ihr nicht kaufen könnt und euch fehlt. Aber ich bin mir sicher, in der nächsten Stadt die ihr aufsucht, klappt euer Vorhaben bestimmt.