Fango

fango

Die Fangoplatten um den Körper angelegt, in Tüchern eingedeckt, die Wärme steigt über den ganzen Körper verteilt. Die ersten Schweißperlen bilden sich im Gesicht, wohlig warm, es ist so wunderschön. Alles dient den Körper in Hitze zu hüllen, geschmeidig zu machen für das, was bevorsteht. Die Entspannung macht sich breit, der Stress löst sich, der Alltag geht für eine bestimme Zeit auf die Wartebank.

Alles dreht sich nur noch um einen herum, die Hitze steigt, der heilende Schlamm dringt tief in jede Pore am Körper ein. Die Spannung steigt, der Massage entgegen, die Tücher werden sanft entfernt, die Fangoplatten vom Körper gelöst. Der Körper liegt nun offen und bereit da, gewärmt und anschmiegsam seinem Schicksal entgegen. Der Körper ist auf den Bauch gedreht, heißes Öl tropf langsam am Nacken herab bis hin zu den Backen.

Ein aufregendes Gefühl kann man doch in diesem Moment nichts Konkretes sehen. Spürt es jedoch am ganzen Leib, wie sich das Öl seine Bahnen sucht und sich auf dem ganzen Rücken verteilt. Ein kleiner Augenblick vergeht und Hände lassen sich nieder. Reiben das frische noch warme Öl über den ganzen Rücken. Jede erdenkliche Stelle wird dabei erkundet, berührt. Keine Stelle bleibt durch das Öl unbedeckt. Die Hände gleiten auf und ab, wecken dabei die verspannten Muskeln. Führen die Reisen fort und lösen all die Härte, die im Verborgenen lag. Kreisenden Bewegungen und dazu wird geknetet, die harten Stellen werden gelöst, die neue Freiheit der Muskeln wird neu erlebt. Es fühlt sich gut an, verlangt nach mehr, bis keine Verspannung wahrgenommen wird, zu spüren ist. Berieselt durch meditative Musik im Hintergrund und dem guten Duft, der unverfroren in der Luft liegt und die Sinne fröhlich stimmt.

Wie gut sich das anfühlt, wenn sich alles löst und der Alltag auf der Reservebank ausharrt. Es sich alles um die eigene Person dreht. Die Verspannungen sich lösen und man losgelöst in den Fängen und Händen vertrauensvoll, einer wundervollen Massage hingibt.