Fernes Ufer

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Wie die Holzplanken wartend in der Sonne schwitzen, aneinandergereiht der Sonne gegenübergestellt. Die Hitze legt sich nieder, kein Entrinnen ist in Sicht, kein Schatten, der kühlt, oder eine Wolke, die ein wenig Abkühlung verspricht. Die dunklen Planken saugen die Wärme auf, wie ein hungriger Schwamm, der nach Feuchtigkeit lechzend, auf das Objekt der Begierde fixiert ist. Nur noch einen Wunsch in sich inne trägt. Sich zu tränken, die Trockenheit zu verlieren. Ein feuchtes Element in sich tragend, im Sonnenlicht tanzend.

Weit und breit sind keine Wellen zu sehen, alles ringt nach einem kühlen Hauch, ein wenig Luft, indem noch ein wenig Leben herrscht. Die Wärme ist gut verteilt, alles im Angesicht des Sonnenlichts. Niemand, der in sie blickt, ist davor gefeit, in den Feuerball zu blicken, der unsere Erde wärmt. Das Leben jeden Tag erweckt, gar erst möglich macht. Nur gut, dass diese Energie seine Distanz wart. So schön es auch ist, verbrennen wir uns daran, enden qualvoll, wenn durch distanzierte Nähe eine Liebe wird, die keine Nähe verträgt.

Wer sich öffnet und die Wärme spüren will, der sollte mit Bedacht die Nähe wählen. Es lässt sich nicht kontrollieren, schon viele haben sich dabei die Finger verbrannt. Und nicht nur die Finger, das als kleiner Wink mit dem Zaunpfahl galt. So mancher zerrt sein Leben lang an den Narben, an denen er sich verbrannt hat. Sei zufrieden mit dem, was du hast, es ist dein Leben, mache das Schönste und Beste daraus. Es gilt niemanden zu besiegen, es zählt allein das du glücklich bist. Wie viel Nähe und Wärme das ist, bestimmst du selbst. Mit deinem Bewusstsein und wie viel Hitze du verträgst.