Fernweh

fernweh

Die Wände kommen näher, die Decke senkt sich herab. Die Luft wird scheinbar dünner, ich fühle mich eingeengt. Mein Verstand spielt verrückt, nichts wird verrückt, außer ich selbst. Die Enge, die mir einen Streich spielt, gefangen hält. Alles ist nur Illusion, die sehr wahr erscheint. Ich brauche frische Luft und andere Länder zum Sehen. Fremde Kulturen und Eindrücke, die meinen Horizont erweitern. Hinaus in die weite große Welt, alles real entdecken. Andere Köstlichkeiten schmecken, andere Sprachen sprechen.

Geschnürt in eignen Gefilden, nur sind keine Stricke zu sehen. Die Zeit etwas Wertvolles ist, immer kostbarer wird. Eines Tages der Rückblick erfolgt, was man alles vorhatte zu sehen. Welche Abenteuer man erleben wollte, kräftige Farben in sein Leben streichen. Lächeln anderer Menschen entdecken, Musik aus fernen Ländern hören. Das Tanzbein zu Schwingen zu den Rhythmen anderer Klängen. Sie Sonne aufgehen sehen, ohne Hintergrund und Blick in die Weiten, die einem unbekannt sind.

Diese Momente wünsche ich mir, zu reisen und zu schreiben. Über Länder, die ich bereise, Eindrücke, die bleiben, die sich niederschreiben in ein paar Zeilen, die um die Welt gehen. Geschürt durch das Fernweh, das in mir Inne brennt. Einst lodernd wahrgenommen, jetzt entwickelt sich das zu einem Brand. Der immer heißer wird und innerlich verlangt, gestillt zu werden. Ich habe es registriert und werde dagegen etwas machen.

Andere Kulturen und Landschaften zu entdecken, sei es auf dem Lande oder auf dem Meer. Zu Wasser oder in der Luft. Mit Wanderschuhen oder nur einem Bastrock geschmückt. Ich stelle mich darauf ein, alles zu entdecken, was ich mir schon immer gewünscht habe über die lange Zeit, die vergangen ist. Auch ein Blick auf die schönsten Gebäude und Statuen sei mir nicht verwehrt, es ist an der Zeit die Träume am ganzen Leib zu verspüren. Ich freue mich darauf, ich werde schon bald damit beginnen, dies alles zu tun.