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Gedichte

Gaukler der Gefühle

Die Wege zeichnen sich unentwegt ab, wandern wild umher, richten sich gegen die Nacht. Es ist der Moment, in dem man von nun an im schwummrigen Licht erscheint. Ein Ballsaal voller Zwieträchtigkeit. Ein Halunke, der mit Charme und Schirm durch die Straßen wandert. Sich hingebungsvoll der Entfaltung des Grauens hingibt.

Das verloren sein in der Nacht, in ein anderes Wesen als das auf seinen Lebenswegen. Was ist nur so verdeckt, dass diese Seite stimmt, ihr an Kraft verleiht, in die Zweigung treibt, für die es keine beleuchtenden Wege gibt. Ein längst vergessener Pfad, auf dem keine Tugend zu erlangen ist, nur die Begeisterung für den Einäugigen unter den Blinden.

Doch genug der Worte, die ein Gaukler so mit sich führt, immer einen netten Blick einen lustigen Spruch auf den Lippen führt. Dennoch mit der Gabe, vertiefte Gemüter zu wecken, sie in ihrem Tiefschlaf zu entdecken, es auf einem magischen Pfad von dannen geht. Geführt an einer Hand, aus dem Nichts aufgetaucht und wieder weg, als der Zeitpunkt dafür gekommen ist. Nur über die Zeit, die auch wirklich von Nöten ist. Nicht zu lange möchte der Zauberer mit Begeisterung scheinen. Zu schnell sich sein Gegenüber in ein Fabelwesen verliebt.

Dennoch bleibt diese Begegnung zu jedem Zeitpunkt erinnerungswert. Viel Kraft, die durch die Situation in ein Unbehagen verloren ging. Zu stark ist die Kraft, der niemand Herr sein kann, ein Raubtier mit dem Gespür, wer wirkliche Hilfe verlangt. Allein gelassen in einer Truhe schwimmt, die auf dem Ozean treibt, und kein Land in Sicht ist zu dieser Zeit. Doch lässt der Gaukler die Tauben wieder fliegen und die Truhe zerspringen. Es ist an der Zeit, die Ketten zu sprengen, die einen immer mehr in die Tiefe ziehen. Darum richtet euch auf, streckt das Gemüt in die Höhe und beginnt zu singen.

Einem Gaukler gleich, der das Lächeln in die Gesichter spielt, ohne sie dabei äußerlich zu treffen. Es ist das Spiel, das es nur einem großen Herzen möglich ist, tief in das Gefangene anderer zu sehen. Sie mit seiner Gabe, tief zu berühren, als wären keine Schutzwälle da. Ein Spiel der Zufriedenheit, eine Bühne ist der innere Altar, zu dem es nur über die offenen Wege gibt. Egal, wie groß auch der Ozean dazu sein mag. Ein Ziel durch den richtigen Wind geführt, passiert erst, wenn ich es selbst will.