Goldener Vogel

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Schillernd in Deiner Voliere, der Blick nach außen gefiltert durch senkrechte Stäbe. Du alles um dich herum besitzt, es dir an nichts fehlt. Fehlt dir wirklich nichts in deinem Gehege. Deine Augen strahlen keinen Frohsinn aus, leere Augen zieren deinen tiefen Blick, der weit in deine Seele blicken lässt. Sie immer mehr schwindet, sie dich bald verlassen wird, du dich selbst aufgibst, wenn du weiter gefangen in deinem goldenen Käfig bist. Es ist von außen alles schön anzusehen, es glänzt und funkelt im Kerzenlicht, Dein Gefieder schillernd Gold, um dich herum warm und schön. Gepflegt es in den Raum scheint, dabei seinen Schatten wirft.

Gefiedertes Glück oder der Mantel der Einsamkeit, den du trägst. Niemand hat den Herzensblick, der verrät, wie du dich wirklich fühlst. Alles um dich herum an Bedeutung verliert, wenn niemand weiß, wer du wirklich bist. Dein Verlangen, deine Träume, die dein Glück, von innen her entfachen. Es keine goldenen Federn bedarf oder einen luxuriösen Käfig in dem du lebst. Glück zu spüren, zu leben bis über alle Federn hinweg, deine wahre Bestimmung ist, das zu erleben. Sieh dich an, wie schön du bist, der einzige Wert, den man an dir sieht, alles so oberflächlich ist. Dir nichts anderes widerfahren wird.

Schwing deine Flügel, streife dein Gewand ab, zeige deine wahre Schönheit, deine innerliche Kraft. Lebe deine Leben, fliege in die Nacht, bewundere das Funkeln in der Stadt, das Leben, das dich umgibt, du nun ein Teil davon bist. Es ist nie zu spät, dass man sein Leben und seine Träume lebt.