Kategorien
Gedichte

Jammerlappen

Die Energien, die verschwendet werden, die Tatkraft, die dahinter steckt. Die Begeisterung am Selbst scheitern, sich mit anderen zu verbünden, die selbst noch nichts erreicht haben und auch nicht werden. Eine Symbiose, die eher eine Blase als ein erfolgreiches Unterfangen für die Zukunft ist. Das Jammern wie alte Lappen, die es nicht aus ihrer Spüle heraus geschafft haben. Die den Blick für die Ferne und dem Glück verloren haben. In trüben Gewässern baden und sich selbst bemitleiden, auf gemeinsamen Pfaden, die nicht über den Beckenrand hinaus ragen.

Was ist nur los mit euch Lappen, warum nutzt ihr eure Energie für die Trauer und Hoffnungslosigkeit, die ihr in euch tragt. Es ist an der Zeit, das trübe Becken zu verlassen, nach vorne zu blicken und das weit über den Tellerrand hinaus. Energiegeladen eine neue Perspektive fortan tragend als Tragfläche für die Thermik, die in die Lüfte führt. Nicht mehr am Boden nach Schätzen zu graben, die euch nur in eine Grube führt. In der ihr selbst vergebens liegt und selbst dafür sorgt, dass sie auch ja tief genug für euch ist. Der schlammige Untergrund, in dem ihr euch suhlt, in der Hoffnung, dass ihr auf den schimmernden Glanz trefft.

Es ist an der Zeit, den Blick wieder weit zu öffnen. Den Dreck aus den Augen zu reiben, zu verstehen, dass das Glück nicht in der Grube liegt. Es nichts bringt, in euren eigenen Tränen zu baden und das Leben damit verbringt, in eurer eigenen Trauer zu laben. Aufgeben könnt ihr immer noch ihr Lappen, steht endlich auf, streckt euren Kopf hoch in Richtung Himmelszelt, holt tief Luft und press die Brust heraus. Wie ein dicker Schild, der schon von weitem glänzt. Undurchdringlich einem stolzen Ritter gleich. Mit der Lanze in der Hand, in eine neue Richtung zeigt.

Genug gejammert ihr Lappen, auf geht’s in die Schlacht. Es ist noch genug Zeit, sein Leben zu drehen. Die Welt von oben zu sehen. Mit erhobenen Hauptes und stolzer Miene. Allen Gefahren und Hindernissen zu trotz, ihr schafft das mit dem Zepter in der Hand. Der inneren Kraft, die wie ein Feuer brennt, das bisher nur getränkt in der Lake eurer Tränen. Doch jetzt wird die Glut erneut entfacht, es geht in die Schlacht, in der es nichts zu verlieren gibt. Nur ein Sieg nach dem anderen zu erzielen gilt. Ich glaube an euch, ihr Lappen, es wird Zeit, dass ihr euch eure Wappen verdient. Mit denen ihr stolz und glücklich durch das Land zieht.