Kerben schlagen

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Das Vertrauen, das sich bildet und stetig wächst, die Versuchung dabei ist beinahe blind vor Glück, in die Zukunft mit großen Schritten zu schreiten. Man alles andere um einen herum dabei vergisst, dass es nie verkehrt ist, nicht nur blind zu sehen, die scharfen Sinne nicht verstummen zu lassen. Klar zu sehen, ohne dass der Blick mit einem Seidentuch verdeckt uns die Wahrheit erblicken lässt. Es ist das Gefühl, sich in jede Richtung fallen zu lassen. Nur war bisher keine Klippe zu sehen, ein Gefälle, in das man abrutschen kann, eine tiefe Schlucht, die um einen liegt.

Wenn der Blindflug an Klarheit zurückgewinnt und die Umgebung vor Augen liegt. Wird einem erst wieder bewusst, wie nah doch die eigentliche Wahrheit um einen herum liegt. Wie ein Baum, der im Walde steht, der schon lange auserwählt ist, gefällt zu werden. Bereits eine Kerbe geschlagen ist und man gar nicht merkt, wie einem die Wunde am Leibe zu schaffen macht. Die Zeit vergeht und man beginnt, wieder nach oben zu sehen. In die Wipfel in der die Sonne scheint. Vergisst über die Dauer hinweg die Kerbe am eigenen Leib.

Der Frohsinn, der einen trifft, sich weit ausbreitet im Gemüt. Das Glück, das über einen strahlt und dabei vergessen lässt, dass man doch eigentlich verletzt fest am Boden steht. Die klaffende Wunde ist auch schon fast verheilt, auch wenn noch eine Narbe, die nicht vergessen wird, zu sehen ist. Um so härter trifft es einen erneut, wenn ein weiterer Schlag in die alte Wunde schlägt. Die vernarbte Spalte öffnet sich erneut und die Erinnerungen werden aus ihrem Verlies geholt.

Kein Seidenschal, der einem um das Gesicht weht, kein Sonnenstrahl, der über den Wipfeln liegt und durch das Dickicht blickt. Kein Gang in die Zukunft und dabei völlig blind, hingebungsvoll in Liebe getränkt mit dem Balsam der gedachten Liebe, die einen in dem Moment umgibt. Der Verstand macht sich breit, nimmt das Gewicht der emotionalen Welt und stärkt es mit einem schützenden Verstand. Der die richtigen Wege klar aufzeigt mit helfender Hand, dass das am Ende doch nicht ein falscher Schritt in das eigene Verderben ist.