Samtpeitsche

samtpeitsche

Leicht in der Hand und weich,
wohl geformt und hellweiß,
nicht geschaffen für Schmerz,
viel mehr die Lust inne trägt,
Reize über den Körper verteilt,
den Wahnsinn innerlich treibt,
zart und seicht über den Leib.

Strasssteine am festen Knauf,
funkeln im warmen Kerzenschein,
brechen das Licht in seine Farben,
spiegeln es an die weiße Wand,
der Kopf gestreckt in den Nacken,
die Augen fest geschlossen,
gespannt erwartend, erfahren.

Diszipliniert wartend im Jetzt,
den ersten Kontakt erfahren,
der über den Rücken streicht,
ein Pfad, der die Reize zeigt,
hinterlässt eine Frühlingsallee,
kleine Härchen stehen zu Berge,
zitternd aufgestellt, wie gemalt.

Beginnend vom Nacken herab,
jeder Streich erobert etwas mehr,
treibt den Wahnsinn voran,
ein zärtliches Spiel der Hingabe,
von Anfang an ein Unterfangen,
das man nicht entkommen mag,
von Anfang an bis zum Ende.