Sandelholz

sandelholz

Die Zahnräder drehen sich, die Gedanken wirren im Kopf umher. Das Wetter vor der Tür ist trüb, Wolken verdecken die Sicht. Der Herbst zeigt seine kalte und feuchte Seite an sich. Alles ist im Morgentau gehüllt, bevor der Tag heranbricht. Die wohltuende Badewanne ist mit Sandelholzsalz gefüllt, übertüncht nur für einen Moment, dass die kalte Jahreszeit beginnt. Es gibt einige, die in die wärmeren Regionen fliehen, um wenigstens für eine gewisse Zeit dem Herbst zu entrinnen. Sich fliehend der Kälte und dem düsteren Wetter zu entziehen.

Es ist aber auch die Zeit, in der die warmen und kuscheligen Decken aus ihren Verstecken und Ecken zum Vorschein gebracht werden. Sich um uns schmiegen, uns hüllen und schützend um uns legen. Wenn es zuteil werden darf, genießt man das Knistern und Zischen an offener Flamme. Mit tiefen Blicken in das Feuerspiel, das im Gange ist. Funken, die wie Sternschnuppen durch die Lüfte wild umher ziehen. Die Hitze auf unser Gemüt strahlt. Wohlig es um einen herum wird, eine schöne Zeit. Auch wenn es trüb vor der Haustüre hängt.

Die Straßen sind geschmückt mit einem bunten Blätterkleid, die Farben, die sonst die Lüfte zierten, liegen nun am Boden und bilden den Kontrast zum Trüben. Das draußen unentwegt Bahnen zieht. Der Blick in die Ferne undurchsichtig in Schleier verhüllt. Es ist wieder dafür Zeit, in sich zu kehren, die Gedanken zu sammeln und die Augen zu schließen. Zu fühlen, was man ist, sich selbst die größte Rolle zu bescheren. Anerkennen, wie wichtig es ist, auch diese Augenblicke zu schüren. Dass man sich selbst nicht vergisst, bevor das Leben zu Ende ist.