Schleierblick in die Ferne

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Die Gedanken irren umher, spielen verrückt, liegen in der Nähe und doch sind sie fern. Alles ist im Überblick, nichts verbleibt, wie es ist, alles ist so real. Kein Weg, der nicht ausgeschmückt vor einem liegt, durchdacht, mit geschlossenen Augen bereits gelebt. Eine Reise in die Ferne steht an oder doch auf der Waage das Gewicht versetzt und neue eigene Gefilde angestrebt. Alles dreht sich im Kreise, die Gedanken spielen verrückt. Es sind die Entscheidungen, die ein Leben in eine Richtung hinlenken, es gibt hierbei kein zurück. Alles bleibt offen in diesem einen Augenblick, in dem die endgültige Entscheidung noch nicht gefällt ist.

Die Vergangenheit hat zu genüge gezeigt, wie schwer es fällt, darüber hinwegzusehen, zu ignorieren, was alles passiert ist in dieser Zeit. Der Käfig, der einen umgibt, das angepasste Leben, das man führt, die Freiheit, die einem genommen wird. Der eigene Blick sich verändert, das Spiegelbild der Seele ist und es immer tiefer in einen dringt. Bis zu dem Zeitpunkt, in dem das einst freie Raubtier seine Seele verliert und mit schleiernden Blick in der Ecke sitzt. Träge und müde, kein Jäger mehr, der mit Lebensfreude laut und weit in die Prärie schreit, sodass jeder weiß, der König ist wieder da. Man hat ihn vermisst, es gehört zum Leben einfach dazu.

Darum darf die Entscheidung nicht schwerer fallen, als man denkt, die Karten liegen gezinkt auf den Tisch, es nutzt auch kein Pokerblick. Alles liegt offensichtlich auf der Hand. Es gibt keinen Trumpf mehr zu ziehen, es ist das Mosaik, das sich endlich schließt. Das fehlende Puzzleteil, nach dem man so lange gesucht hat, um das eigene Bild zu vollenden. In die Zukunft zu blicken, in der die Freiheit steht, man wieder glücklich ist. Durch die Länder zieht und Kulturen sieht, es zu erkunden gilt. Sich mit der Welt zu drehen, die Segel mit dem Wind zu spannen.