Schnipp schnapp

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Die Haare sind verlegt, stehen zum Teil zu Berge. Es ist kein richtiger Schnitt zu sehen, alles liegt kreuz und quer und hängt im Gesicht. Irgendwie bedeckt es nur noch den Kopf, liegt verfilzt herum, es ist zu lang, ein neuer Schnitt muss her. Die Ideen entspringen wie fließendes Wasser aus einem Brunnen, welch neue Frisur wird sich ausgedacht, was steht mir besonders, was ist gerade Trend. Gehe ich mit der Zeit oder ist vielmehr wichtig, wie ich mich dabei fühle. Wenn ich jeden Morgen in den Spiegel sehen und mich selbst bewundere. Oder laufe ich dann eher von mit selbst weg, schalte das Licht im Bad erst gar nicht an.

Reicht ein Langhaarschnitt oder doch wieder kurz getragenes Haar. Vielleicht ein paar Strähnen für das Parkett. Oder lieber glatt und elegant für einen Abend in der Bar oder darf es vielleicht etwas gewagter sein. Die Gedanken spielen verrückt und die Möglichkeiten sind scheinbar unbegrenzt. Für eine Glatze ist es noch zu kalt und die Haut zu hell. Der Punk steckt auch nicht in mir, also nichts mit auftoupiert. Die Farben, die es gibt, wirken unnatürlich und nicht echt, fallen also auch weg. Zumindest gibt es schon einmal eine Richtung. Kein Punkerschnitt und die Farben fallen weg.

Eine Mischung vielleicht, an den Seiten kurz und das Deckhaar lang, es muss nur gepflegt erscheinen, ansonsten ist die Auswahl lang. Den gepflegte Herrenschnitt sieht man auf den ersten Blick, lässt über die Person viel erkennen, wie viel Wert der Herr auf sich selbst legt. Ob ihm das gewisse Etwas auszustrahlen am Herzen liegt. Wie auch immer der Schnitt wird, schnipp schnapp, ein Teil der Haare kommen ab, eine freie Sicht, der Sommer beginnt. Nichts hängt in der Zukunft im Gesicht. Es ist die Welt, die einem zu Füßen liegt, schön, wenn man dabei alles sieht.