Schubladen

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Der erste Eindruck sich in Sekunden bildet, eingeordnet, sauber und fein in den für ihn vorgesehen Platz. Die Erfahrung entscheidet über diesen verinnerlichten Schritt. Nur kennen wir unseren Gegenüber nicht, dennoch stellen wir unsere Begegnungen in ein eigenes Licht. Wie leicht uns diese Entscheidung fällt, wissen wir doch im Grunde nichts. Sondern leben mit einem Gefühl, dass das, was wir sehen, erfahrungsgemäß auch der Wahrheit entspricht. Täuschen uns unsere Augen, wissen wir wirklich, was wir da sehen? Oder manipulieren wir uns selbst in dieser objektiven Sicht auf Dinge, die uns fremd.

Bleiben auf Distanz, bestimmen unseren eigenen Wert. Wie oberflächlich wir doch sind oder doch nur schützend geführt durch unseren eigenen Instinkt. Der uns vor Gefahren schützt. Nicht jeder ist dazu bestimmt, in unser Leben zu treten, sind wir dabei, schon wieder andere zu werten? Es liegt wohl in unserer Natur, andere zu schätzen, ohne dabei die tatsächlichen Werte zu kennen. Die diese Begegnung vielleicht innehält. Unsere Bewusstsein ist danach ausgerichtet, zu finden, wozu es dem Unterbewusstsein gelüstet, auch wenn es nicht immer im Klaren liegt.

Streben danach, in vollen Zügen zu leben, um der ewigen Suche gerecht zu werden. Verstecken unsere Gedanken und Gefühle. Dass es wirklich Menschen gibt, die uns auch in der Zukunft begleiten, ein wichtiger Teil unseres Leben sind. Interessant, wie verbreitet die Oberflächlichkeit ist. Wünsche uns innerlich, das es anders ist, handeln jedoch jeden Tag auf dieselbe Art und wundern uns, wenn es doch so ist.

Vielleicht fühlen wir uns in diesen Schubladen wohl, bauen sie selbst und werden jeden Tag in welche gesteckt. Ein Blick reicht und die Sekunden in unserer Wahrnehmung erleichtern die eigene Zeit. Lassen selbst nur einen Spalt zum Atmen, einen Schlitz, damit ein wenig das Licht hineinstrahlt. Was wäre es nur für ein Leben, wenn es keine Schubladen mehr gibt. Wir im Freien leben, jeder den anderen als Persönlichkeit sieht.