Steckenpferd

steckenpferd

An dem langen hölzernen Stabe,
festgehangen mit langer Mähne,
das Lederzaumzeug im Maule,
die Augen weitblickend in die Ferne,
ein Lächeln über beide Bäckchen.

Aus Buchenholz schön geschnitzt,
erst die groben, dann die flachen,
Kanten, die im Gesichte aus dem Holze,
um den ganzen Kopfe herum ragten,
bis letztendlich das Antlitz ragte,
über das Grobe hinweg gesehen.

Nun erstrahlst du im vollen Glanze,
an einer langen hölzernen Lanze,
bestückt mit einem ledernen Sattel
und geschmiedeten Nieten herum,
ein paar schwebenden Locken,
die das Haupt fesch bestücken.

Schelmisches Lächeln im Gesichte,
vom Künstler geschnitzte Zierde,
ins Detail verliebte sich das Eisen,
das man in das Holze stemmte,
damit deine Schönheit erstrahle,
und für jedermann zu sehen ist.

Das kindliche Lachen erwecket dich,
in der Fantasie das Leben eingehaucht,
sehr weit in die Prärie hinausgetragen,
die Zügel feste in den kleinen Händen,
keine Ängste und keine Sorgen,
ein Ritt der Freude und Zufriedenheit.