Stille

stille

Die Gedanken liegen verborgen, man passt sich an, spielt das Spiel mit. Im Stillen wird man seine Ziele verfolgen. Wie ein Pendler reist man hin und her, gibt zur Schau das, was die Leute sehen wollen. Im Stillen schmieden jedoch die heißen Eisen, werden geschärft und gewetzt die gesamten Klinge entlang. Die im Salz der eigenen Tränen gehärtet sind. Immer wieder platt geschlagen, in die Glut gestreckt, im Feuer gedreht und im Öl abgekühlt. Die eigene Rüstung immer mehr an Härte gewinnt.

Noch ist die Rüstung nicht komplett, alles ist noch matt. Es findet sich noch jeder Baustein an seinen richtigen Ort, der Stratege ist ganz klar gefragt. Nicht emotional zu handeln, das Gesamtbild zu sehen. Bis die Rüstung fertig ist, im Sonnenlicht erstrahlt, schimmernd glänzend. Die Kratzer aus vergangenen Tagen nicht mehr zu sehen sind. Sie wurden herauspoliert, der Glanz nach außen hin neu geschaffen ist. Das Einzige, das man jetzt sieht, ist sein Spiegelbild, wenn man genau und nah genug hinsieht.

Metallene Schuppen hängen vom Haupt herab, mit Stolz getragen, alles wird damit aufgefangen. Keine Zukunftssicht ist mehr getrübt, alles liegt in der Schönheit, die sich spiegelt in uns selbst. Es ist, als wenn sich alles trifft, Gedanken, Gefühle und Emotionen. Eine Wolke, die uns umgibt so klar und rein, durchsichtig ist. Kaum zu sehen. Doch fliegt sie als ein Wall um uns herum. Die eigene Stille nun begraben liegt. Kein Gedanke mehr, der unbemerkt in Vergessenheit ruhen wird.