Träume der Nacht

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Die Augenlieder senken sich nieder, der Körper stimmt sich ein, ruhige Nacht steht bevor. Zumindest ist es angedacht, dass das passieren wird. Entspannt liegend und befreit der Nacht begegnen. Es ist die Zeit gekommen, in der die Ruhe in uns kehrt. Der Alltag von dannen geht und wir die Nachtruhe aufsuchend sind. Die Lieder fallen und sind dabei immer schwerer, schließen nahtlos unsere Augen, die Glieder am Körper senken sich in das weiche Federbett. Die letzten Gedanken ziehen vor einem her, der ganze Rumpf beginnt sich zu entspannen, jede Anstrengung ist weit von uns gelegt.

Das Tageslicht geht, die letzten Stimmen verklingen im Einzug der Nacht. Es immer dunkler wird, umgangssprachlich schwarz wie die Nacht. Ein Sternenmeer sich zeigt, dunkle Wolken ziehen auf und verdecken auch das restliche Licht. Ab und zu erblickt der Mondschein durch eine Spalte im Dickicht, die Stadt, in der die Zeit gefühlt fortan langsamer voran sticht. Eingehüllt in einem weichen Kokon und weicher Oberfläche, die Entspannung seine Züge annimmt und uns immer schwerer werden lässt. Der Stress, das Rasante um uns herum weicht aus dem Fokus unserer Sinne. Der Körper ist ab jetzt darauf getrimmt, sich zu entspannen.

Das Bewusstsein liegt im Schatten und ruft das Untere auf die Bühne, die Lichter gehen innerlich an, der Auftritt beginnt. Im Gespann die eigenen Erlebnisse in komprimierter Form. Oft im fremden Zusammenhang werden unsere Träume inszeniert. Ein verrücktes Bühnenbild entsteht, das es nicht nur zu betrachten gilt. Sondern moderner erscheint als einem lieb, man involviert ist in diesem Konstrukt, emotional gepackt, alles ist so intensiv. Alles wird in diesem Moment miterlebt. Eine Reise ins Ungewisse beginnt. Auch wenn wir selbst der Regisseur sind. Die Hauptrolle ist uns sicher, die Gefühle echt, ein Schauspiel, das uns ereignet, faszinierend dieser Moment.

Eine beachtliche Leistung, dass uns das immer wieder gelingt. Dabei an Kreativität nicht gesparrt wird, vielmehr ein Lichtermeer, das in Farbenfroh geschmückt, auf Gefühlen gleitend uns in die Irre führt. Nur schön, wenn es ein schöner Traum ist, der uns Freude bringt. Nichts, wovor wir uns fürchten müssten oder nicht Herr der Lage sind. Gar fliehen oder in Todesangst unser Leben verlieren. Es ist der Auftrag an uns selbst, die Geschichte zu erleben, die tief in uns steckt. Die wir Nacht für Nacht weitererzählen, das, was uns wirklich glücklich stimmt. Ein schöner Gedanke, der uns auch in der nächsten Nacht in unsere Träume hineinbegleiten wird.